Günstiger Erhaltungszustand des Wolfes
Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und atomare Sicherheit (BMUKN) hat sich auf den „günstigen Erhaltungszustand” des Wolfes in der kontinentalen Region geeinigt und diesen an die EU-Kommission übermittelt. Dies erfolgte am 13. Oktober 2025, endlich.
Bereits im Juli hat Deutschland den „günstigen Erhaltungszustand” für die atlantische Region (nordwestdeutsches Tiefland sowie das Einzugsgebiet der Ems und das Niederrheinische Tiefland) gemeldet und eine spätere Aktualisierung für die kontinentale Region angekündigt. Höhere Lagen sowie Mittelgebirge werden der kontinentalen Region zugerechnet, die bis auf die Alpenregion in Bayern weite Teile des Landes umfasst. Auch sämtliche Gebiete an der Ostseeküste und ganz Ostdeutschland sind als kontinentale Region eingestuft. Mit Ausnahme der Alpenregion.
Es ist nicht nachvollziehbar, dass jenes durch den Menschen mit Schafen, Ziegen, Kühen und Pferden geschaffene, extensiv beweidete Dauergrünland ausgenommen wird. Wir fordern weiterhin die Einbeziehung der Alpenregion in die Betrachtung des Erhaltungszustands.
Die Maßnahme der Bundesregierung, nun auch für die kontinentale Population einen günstigen Erhaltungszustand des Wolfes festzustellen, ist längst überfällig und notwendig. Wir betrachten dies auch als Ergebnis unserer langjährigen Arbeit.
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer fordert nun schnell eine Änderung des Jagdgesetzes, damit Wölfe rechtssicher entnommen werden können.
Gemeinsam mit dem Bundesverband, der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände begrüßen wir diese Forderung.
Unabhängig von der Anzahl Wölfe wird es ohne Herdenschutz nicht mehr gehen. Dieser ist finanziell und vom Arbeitseinsatz aufwändig. Gleichzeitig wird die Leistung unserer Tiere für Artenvielfalt und zur Reparatur menschgemachter Schäden immer wichtiger. Insofern ist der Schutz der Weidetiere nicht nur unsere Existenz, sondern von gesamtgesellschaftlichem Interesse.
Es muss gesichert sein, dass alle Maßnahmen zum Herdenschutz sowie zur Entschädigung von gerissenen Tieren durch die Gesellschaft ausgeglichen werden.
Monitoringjahr 2024 / 25
Deutschland: 108 Wolfsterritorien. Bestätigt sind 78 Rudel, 21 Paare, 9 Einzeltiere.
Sachsen: 46 Wolfsterritorien. Bestätigt sind 36 Rudel, 8 Paare, 2 Einzeltiere.
Quelle: Abfrage der DBBW-Datenbank am 20.10.2025 um 11:18:58, Monitoringjahr 2024 / 25



